Berlin: Extrablatt im Treppenhaus
Von wegen in der Krise muss jeder selbst sehen wie er klarkommt! Der Altruismus ist wieder Trend, vor allem jetzt, wo schon wieder Lebkuchen, Christstollen (mittlerweile auch als als einzelne Scheibe erhältlich!), Glühwein in den Regalen Einzug halten und Weihnachten sozusagen vor der Türe steht. Gutes Stichwort, denn auch ich fand gestern etwas vor der Tür – genauer – in unserem Hausflur. Hier in der Stadt gehört es zur Normalität, überflüssige Dinge der Öffentlichkeit ohne monetären Gegenzug anzubieten, da irgendjemand immer etwas brauchen kann. Letztens stellte ich meine kaputte Brotbackmaschine, meinen alten defekten Laserdrucker, meinen furchterregenden Walmart-Staubsauger ohne Saugfunktion und eine hässliche Schreibtischlampe auf den Gehweg. Binnen 20 Minuten hatte ich ein Sperrmüllproblem weniger und ein paar andere Menschen ein paar Geräte mehr zu Hause. Aber zurück zum Fundgut im Hausflur:
Geben ist seliger denn Nehmen! (Apostelgeschichte 21,5): Du hast 2 Abos der Morgenpost? Riecht verdächtig nach suboptimaler WG-Kommunikation. Warum also nicht das Zweit-Abo der Allgemeinheit stiften, den lieben Nachbarn z.B.? Beruhigt das Gewissen und zeigt menschliche Größe. In Zeiten der Krise und knappen Kassen sicherlich ein warmes Zeichen, was Hoffnung birgt, jetzt wo Schwarz-Gelb den ewigen sozialen Winter einläuten. Da heißt es Teekocher an (ich empfehle die Sorte “Träum schön” aus´m Kaisers), rein in die dicke Kuscheldecke und einen schönen Printmedienabend im Kerzenschein. Na denn: Frohes Fest!



Die Morgenpost im Flur ist allemal besser als den Turbolister auf dem Konfigurationsplan
Ist dir schon aufgefallen: wenn man Bilder mit Lightbox anschaut und dann scrollt, so legt sich das Amazon-Wifget und die Werbung über das Bild.
Adios, Sven-Uwe
Weise Worte! Zu Amazon: Selbst wenn alles grau wird, bleiben Konsumgüter klickbar. Aggressiver CSS-Kapitalismus. Ich glaub, da bin ich machtlos. Außerdem ist das Scrollen während der Lightboxbetrachtung strengstens verboten. Man fährt ja schließlich auch nicht trunken Auto
Die Turbolister-Krise beschäftigt mich vielmehr, hab sogar schlecht geschlafen deswegen. Verdammte methodisch unsaubere Apps!
So, ich geh erstmal Zähneputzen.
sowas will ich auch. habe mein probeabo nach 2 wochen eingestellt, weil die zeitung morgens vor der haustür abgelegt wurde und wenn ich dann den weg zur arbeit angetreten bin, diese schon von jemand anderen “gefunden” wurde. man sollte eben nur die sachen unbeaufsichtigt lassen, die man wirklich auch loswerden möchte…
Ich sehe ihn schon vor mir: Den Briefkasten 3.0 ala “Bitte keine Werbung, aber die Probe-Abos auf jeden Fall einwerfen!” Schon erstaunlich, dass der Zeitungsklau immer noch so in Mode ist. Wo doch auf der Warschauer Brücke aller arschlang ein Abo-Fritze die aktuellen Ausgaben verteilt. Mit der Netz-Zeitung passiert das nicht. Wie machen die das nur *grübel*?