Leipzig/Berlin: Weihnachten oder so ähnlich

15. Dezember 2009 Kategorie: Tageskarte Stichworte: , , ,

Ganz ehrlich, so richtige besinnliche Feststimmung ist dieses Jahr bei mir noch nicht aufgekommen. Das mag wohl an der Arbeitsverdichtung, den erschöpften Leistungsreserven (keinen Tag frei seit Ende des Sommerurlaubs!) und am derben Dauerherbst liegen. In den Nachrichten dominieren Begriffe wie Kunduz, Krieg und Kopenhagen. Angesichts solcher Probleme wirkt der Weihnachtsmann ziemlich blass um die Nase. Letzten Sonntag zählten wir bereits den dritten Advent, der Countdown bis Heilig Abend ist einstellig und ich habe noch kein Stück Stollen dieses Jahr gegessen. Beunruhigend. Dennoch verbuchte ich in den vergangen drei Wochen ein paar Festberührungen, die zumindest der eigenen Psychohygiene dienlich waren. Frohes Fest wünsche ich Euch und seht zu, dass Ihr noch das Spiel “Ohne Furcht & Adel” auf Eure Wunschliste(n) packt. Ein Spiel, das Dich und Deine Fähigkeit zur investigativen Antizipation bis auf´s Messer strapaziert. Der König ruft den Weihnachtsmann. Könnte aber durchaus sein, dass der “gemeuchelt” oder “bediebt” wurde … oder auch nicht. Spätestens da zeigt sich, ob man einen guten Charakter hat ;-)

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3 Kommentare:

  • Die Entwurzelten. Generation Umzug. Der Homo Flexibilus. Mit dem Fall der Mauer hat sich unweigerlich auch das Lebenstempo samt damit verbundener räumlicher Veränderungen erhöht. Viele junge Menschen machten früher ihre Ausbildung ebenfalls in der Ferne, kehrten jedoch im Anschluss zurück in den heimatlichen Dunstkreis. Heutzutage, so empfinde ich es zumindest, entfernt man sich mit jedem neuen Lebensabschnitt immer ein bisschen mehr von “zu Hause” …

    Letztens auf der ICP-Tagung zahlte ich auf dem Münchner Flughafen sogar weniger für den Wasserlass als in den Leipziger Bahnhofspromenaden. Der Osten zieht nach (war da nicht was mit Soli West im Gespräch?).

  • Liebe Berliners, schöne Ode an zwei herrliche Städte und ein geniales WE in der Hauptstadt! Daniel wurde im Laufe des Sa+So doch noch etwas investigativer und antizipativer, obwohl wir beide gegen die Mädels leider nicht viele Stiche gesehen haben… Der Abzocke auf dem Leipziger Bahnhof für ein menschliches Bedürfnis habe ich auch schon mal eine Absage erteilt – sind wir denn hier in München & Co.!? Auch wenn ich damit eventuell die Weihnachtsstimmung weiter verschiebe: freut euch auf Zombieland! Komme grade von “dort” zurück und habe mich prächtig amüsiert!! Viele Grüße und bis bald in Leipzig und Berlin… Andreas

  • Schöner heimelicher Kolumnenbeitrag. Sonderbar berührt hat mich auch, dass mittlerweile ein bemerkenswerter Anteil meiner mehr oder weniger Bekannten nicht mehr in Südthüringen Weihnachten feiert, weil selbst ihre Wurzeln weggezogen sind oder sie neue Wurzeln qua eigener Familie geschlagen haben… wenn Konstanten zu Variablen werden. Dein Modus beim “Adel” war im übrigen gar nicht so “investigativ” und eigentlich auch eher Retrospektive denn Antizipation, aber das hatte nur temporäre Ursachen :-)