Zella-Mehlis: Volkshaus Atlantis

13. November 2009 Kategorie: Unterwegs Stichworte: , ,
Fishermen´s Friends mitten im Thüringer Wald

Fishermen´s Friends mitten im Thüringer Wald

Freitag ist Fischtag: … jedenfalls bei uns in der Kantine, also auch heute. Passend zum Thema daher die kleine Bilderserie zum Besuch im Meeresaquarium Zella-Mehlis, meiner Ex-Ex-Heimatstadt. Obwohl ich nie einen Goldfisch besaß, nie ein Aquarium im Kinderzimmer stand und mir Moby Dick oder der weiße Hai bis heute nicht ganz geheuer erscheinen (eher “ungeheuer”) , besuchte ich die Schuppenträger in ihrem feuchten Refugium – im Volkhaus Zella-Mehlis. An jenem Ort, wo 1996 die gesamte Abi-Jahrgangsstufe im Trockenen Abschied von der Schule und die Hochschulreife in Empfang nahm, wird heute (13 Jahre danach) weitestgehend durch Kiemen geatmet. Ein interessant-atlantischer Besuch mit unerwartetem “Tiefgang” in die Vergangenheit.

P.S. Dr. Wipprich macht in diesem Zusammenhang derweil in seinem wohlverdienten Urlaub den Realitätstest 1. Ordnung.

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18 Kommentare:

  • Feuershow - Mann Rick

    Ja kenne das mit dem Fischtag! Meine Freundin holt dann immer die Rezepte ihrer Mutter raus und kocht was leckeres. Die Küche riecht dann zwar nach Fisch aber es schmeckt wirklich lecker. Ein Fischtag in der der Woche muss schon sein und es ist ja auch noch gesund. Die Fotos sind wirklich gut gelungen.

    • Trotz Fischtag hab ich gestern auf der Weihnachtsfeier Entenkeule mit Klößen und Soße gegessen. Ein typisch “preußisches” Gericht ganz ohne Gräten :-) Übrigens trat auch eine Feuerschlucker-/spuckerin auf, die in der Kälte mit ihren Flammen akrobatische Dinge vollbrachte. Zum Essen spielte noch eine coole Berliner Band “The Bees” …
      P.S. Eine Freundin, die gut kochen kann, ist immer gut.

  • Eigentlich wollte ich ja Franzis letzten Eintrag kommentieren, aber da gibt’s nix “Direktantwort”!? Auch merkt man, wie bei vielen Kommentaren das herunterscrollen bis zum Kommentarfeld etwas hinderlich ist… ABER EGAL!
    Was ich eigentlich anmerken wollte ist, dass es in unserem Tanzkurs ganz und gar nicht “seltsam aufregend war, sich gegenüber zu stehen und bei Herren-/ Damenwahl darauf zu hoffen, dass der/ die “richtige” einen zuerst frage”. In 95% der Fälle wurde mit Aufforderung des Tanzkursleiters auf die hübschesten Mädchen losgestürmt, was nicht selten in Stürzen direkt vor die Füße der Auserwählten endete… Wenn man sich dann wieder hochgerappelt hatte, war diese dann schon an den noch stehenden Konkurrenten vergeben und C- bis D-Mädels mit Zahnspange und Brille waren übrig. Nicht seltsam aufregend, nein nein… ;o)

    • Hier geht´s ja ab … *wunder*
      Also:
      1.) Direktantworten gibts jetzt bis in die 5. Ebene (bislang 3)
      2.) Das Kommentarfeld kann ich natürlich auch wie bei Suja üüüüber die Kommentare legen. Aber jetzt nicht, gleich kommt der zweite Teil vom “Baader Meinhof Komplex” ;-)
      3.) Ich hatte Zahnspange, keine Brille, aber dafür Akne Fungi ohne Ende. Mich wollten daher nicht mal mehr die C – D Mädels.

      • Franzi

        Egal, ich bleibe dabei, dass es aufregend war. ‘Ne Brille trug ich übrigens auch – und immer noch. Ich oute mich also als C-D-Mädel, dessen Hoffnung blieb, endlich doch mal eher aufgefordert zu werden…
        Problemlösung: Ich besorgte mir einen festen Tanzpartner! – Hättet ihr vielleicht auch tun sollen ;)

  • Franzi

    Damit ihr nicht weiter im Dunkel tappen müsst und mich die Fischfrage ebenfalls interessiert hat, habe ich mich kundig gemacht:
    Nach der traditionellen kirchlichen Fastenordnung (heute weitgehend gelockert) war jeder Freitag (der Todestag Jesu) ein Fastentag, an dem der Genuss von Fleischspeisen verboten war.
    Fisch galt jedoch nach antiker Klassifizierung nicht als Fleisch – und war damit (auch in der vorösterlichen Fastenzeit, besonders in der Karwoche) ein willkommener Ersatz…
    So, damit wäre die am-Freitag-gibt’s-Fisch-Traditionsfrage geklärt und ihr könnt euch wieder in aller Ruhe euren vergangenen Tanzabenden in Zella-Mehlis widmen…
    Viele liebe Grüße, Franziska
    P.S.: @ Daniel: Die Fisch-Fotos sind wirklich toll, danke dafür!

    • Ich danke der holden angehenden Lehrkraft für diese Lektion in Sachen “Tradition & Ursprung”. Ich finde es äußerst erheiternd, dass ich nun in Vegetarier-Auseinandersetzungen mit dem Argument “Fisch ist nach antiker Klassifizierung eigentlich kein Fleisch” völlig neue Impulse setzen kann.

      Außerdem: Tanzabende sind im Grunde ähnlich wie ein Besuch im Aquarium: alles seltsam beleuchtet, viele Zuschauer von außen und jede Menge Geblubber.

      • Franziska

        Zum Thema fand ich später auch noch die Einschränkung, dass Biber ebenfalls nicht als Fleisch gezählt haben sollen, weil ihr Schwanz an den eines Fisches erinnere – typisch Klerus, um keine Ausrede verlegen…
        Und trotzdem: war es nicht seltsam aufregend sich gegenüber zu stehen und bei Herren-/ Damenwahl darauf zu hoffen, dass der/ die “richtige” einen zuerst frage!?

  • der zauberer

    ach nee, erst stellen wir fest das du ja fast um die Ecke wohnst, dann lese ich hier von Zella Mehlis deiner ex ex Heimat, schön, meine ex ex ist Suhl, also wieder mal um die Ecke …
    Die Bilder gefallen mir sehr gut, vorallem gleich das Zweite, die Farben sind cool …

    Grüße V.

    • Sieh an, der Zauberer ist wieder da und dazu noch ein Mann mit südthüringer Wurzeln (SHL = meine Ex-Heimat)? Was so ein Fischtag alles zum Vorschein bringt. Vielleicht buche ich Dich zu meinem nächsten Geburtstag. Erstens gefällt mir Dein Hut, der hat sowas “Cosa Nostra”-mäßiges, und Harry Potter mag ich schließlich auch. Simsalabim! Es grüßt, der Seitenbetreiber P.S. Die Fischphotos aus ZM kompensieren meinen Aquarium-Komplex aus frühester Kindheit. Alle hatten Fische, nur ich hatte ´nen Hund.

  • @Daniel: Was soll ich sagen… Auch beim VDMA gab’s am Freitag Fisch. Da mußte ich mich gleich mal gegen diese verbreitete Tradition und damit leider auch gegen eine meiner Überzeugungen entscheiden und wählte Nürberger “Bratwürste”. ;o) @Suja: Erinnerungen, die ich teile… Bei einem Spaziergang durch die Goethestrasse stellte ich kürzlich fest, dass der Fußballplatz mittlerweile wie ein unbestellter Acker aussieht – da finden keine Tänzchen mehr statt.

    • VDMA? Hört sich an wie eine neue Video-Schnittstelle. Und Nürnberger Bratwürste hast Du ganz zurecht in Gänsefüße gesetzt. Nürnberg? Da war doch was mit Lebkuchen. Aber mit “Wurstlabels” wird sowieso überall Schindluder getrieben. Am S-Bhf. Warschauer schmückt sich eine Fett-Fritten-Bude mit “Original Thüringern”, die jedoch eher an Bratmaxe aus der METRO erinnern. Sagt nein zu Raubkopiewürsten und Plagiatfleisch!

  • Auch muss ich in diesem Stadtteil immer wehmütig an die einzigartige, unerreichte und leider viel zu früh verstorbene Diskothek “Stone” denken, dort war zum Doppeldecker am Mittwoch auch immer “Tanzabschußball”, yeah!

  • Ich hatte ja heute nur Fast-Food-Mittag aber auch Lachs auf dem Baguette. Im Ex-Volkshaus hatte ich auch Tanzabschlußball… die Glitter-Kleider der Girls und Frühe-90er-Blazer der Jungs hatten auf jeden Fall eine gewisse farbliche Ähnlichkeit mit den bunten Fischen, die jetzt dort tanzen. Aber ehrlich: ich gönne Zella diese kleine Attraktion,

  • Hi Andreas, hab auch schon Deine Alice-News zum Frühstück gelesen ;-) Dann grüß mal schön den Herrn Zimmermann von mir. Holt Euch keine Fischvergiftung. Achtet auf fiese Gräten. Nicht nur die Schweinegrippe kann tödlich sein. In einer halben Stunde werde ich wohl wieder mit dem Victoria Barschfilet vorlieb nehmen, Darwins leckerer Alptraum. Ich bleibe übrigens in B und freue mich über Kontakte auf jedem Kanal. LG nach FFM!

  • Komisch, bei uns hier im Atricom gibt es am Freitag auch immer Fisch… Wer hat sich nur diese Tradition ausgedacht?
    Heute gehe ich aber mal nebenan Mittag essen und zwar – passend – mit dem Abiveteran Steffen Zimmermann. Mal sehen, was die VDMA-Kantine Freitags so im Programm hat…
    Am Abend geht’s dann nach Leipzig – ich freu mich! VG nach Berlin Andreas :)